„Wenn du schwach bist, bin ich stark“

Ich habe mich verändert. Mein letzter Artikel im Magazin „MOVO“ erschien unter dem Titel „Gott will echte Kerle“. Damals habe ich unter anderem grossen Wert auf meine Autorenbeschreibung gelegt: Wie kann ich meine Stärke präsentieren? Wie kann ich den Leser in wenigen Sätzen überzeugen, dass ich eben ein „echter Kerl“ bin? Ja, ich habe mich über meine Stärke definiert und tue es heute noch. Aber auf eine mir neue Art. Denn auch jetzt schreibe ich über Stärke, allerdings aus einer (für mich) neuen Perspektive.

Damals bekam ich diese Verheissung, Gott persönlich ermutigt mich immer wieder dadurch:

„Ich werde euch so viel Gutes erweisen wie nie zuvor.“

Hesekiel 36,11

Voller Erwartung, all dies „Gute“ zu empfangen, kam die Krankheit. Ich schreibe bewusst nicht, dass ich ‚krank wurde‘. Denn die Krankheit ist temporär, sie ist nun für eine Zeit ein Teil meines Lebens. Sie beeinträchtigt zwar meine Leistung, definiert aber nicht wer ich bin. Mein Körper ist schwach, aber meine Seele und mein Geist sind weiterhin gesund. Meine Hoffnung: auch mein Körper wird wieder geheilt! Wenn nicht morgen, vielleicht übermorgen. Aber ganz sicher dann, wenn ich in meinen neuen „ewigen Leib“ leben kann. In dieser perfekten Biotech Maschine, die Gott allen seinen Kindern verspricht (1. Korinther 15,43).

„Meine Kraft reicht nicht mehr. Jesus, ich brauche Dich!“

Immer müde

Es begann vor zwei Jahren. Ich war ständig müde, habe regelmässig bis zu zehn Stunden geschlafen und brauchte einen zusätzlichen Mittagsschlaf. Beim Joggen klebten meine Füsse auf der Strasse, meine Beine waren schwer wie Blei, die Muskeln schmerzten. Eines Tages war ich so schwach, dass ich nicht mehr aufstehen konnte. „Burnout!“ war nicht nur mein erster Gedanke. Auch mein Umfeld war überzeugt, dass mein Körper den übersteigerten Erwartungen nicht mehr nachkommen wollte. Doch abgesehen von den physischen Beschwerden, ging es mir gut. Nach einem vierwöchigen Timeout im Bett, konnte ich mich wieder aufrappeln. Unter grosser Anstrengung versuchte ich da weiterzumachen, wo ich aufgehört habe. Aber es ging nicht. Meine Leistung hat sich dauerhaft auf ca. 60% reduziert und trotz viel Schlaf habe ich mich nicht erholt. „Das ist halt so, mit 40…“ war ein verzweifelter Versuch, das Unerklärliche einzuordnen. Dass der Körper altert und an Kraft verliert, war mir bewusst. Aber so krass? Und in so kurzer Zeit? Das kann nicht sein! Dann kam ein weiterer Rückschlag: Anfang 2020 war ich für einige Wochen nur zu knapp 20% arbeitsfähig.

Die Diagnose

Nach einigen Abklärungen bekam ich die Diagnose: CFS (Chronisches Fatigue Syndrom). Ja, das „C“ steht für „chronisch“ und bedeutet „langwierig, andauernd, fortlaufend“. Meine ersten Gedanken: „Eine chronische Krankheit! Ich? Unmöglich! Dann muss es doch ein Burnout sein.“ Doch auch die Psychologin konnte keine deutlichen Hinweise auf eine psychische Ursache finden. Also musste ich mich damit abfinden, dass der oberste Chef meine Leistungsgrenze nun deutlich zurückgestuft hat. Ich war frustriert. Von einem Burnout hätte ich mich erholen können, ich hätte eine Auszeit genommen, mich in Therapie begeben, mein Leben geändert. So einfach stelle ich mir das zumindest vor. Aber einer chronischen Krankheit sah ich mich hilflos ausgeliefert. Nach dem ersten Schock machte ich mich auf die Suche nach menschlichen Möglichkeiten, mein „Schicksal“ selbst zum Guten zu wenden. Diverse Lebensberichte von Betroffenen gaben mir Hoffnung. So habe ich meine Ernährung umgestellt: keinen Alkohol, keine Gluten und möglichst wenig Zucker. Dazu Nahrungsergänzungsmittel und Vitamine. Und die Anwendung des sogenannten „pacing“ (ich respektiere meine Leistungsgrenze und verbrauche jeweils nur 80% der täglichen Energie). Auch regelmässige Ruhepausen und wenig Stress haben geholfen, dass ich wieder 50% arbeiten kann. Aber was ist mit der anderen Hälfte meiner Energie?

‚Akzeptieren‘ vs ‚Kapitulieren‘

Wass soll ich tun? Als Pastor in einer wachsenden freikirchlichen Bewegung war es immer meine Überzeugung, dass wir Christen Zugang zu unbegrenzter, übernatürlicher Kraft und Gesundheit haben. „Alles ist möglich dem, der glaubt“ und andere Bibelverse haben diese Einstellung befeuert. Doch egal wie viel ich und andere für mich beten, meine körperliche Kraft bleibt klein. Meine natürliche Reaktion ist, die negativen Umstände zu ignorieren, weiterzumachen und „im Glauben“ voran zugehen. Doch mit CFS ist das unmöglich. Denn: Lebe ich über meinem Limit, folgt der „Crash“ – eine Zeit der totalen Erschöpfung. Ich wollte das nicht wahrhaben und probierte mehrmals erfolglos, meine körperlichen Grenzen zu erweitern (und werde es wieder tun). Meine Gedanken kreisen: „Wenn ich nun aber meinen Umstand akzeptiere, dann kapituliere ich… ich kann doch nicht vor der Krankheit auf die Knie gehen!“ Doch Gott hat mir das Gegenteil bewiesen: Er hat mich gelehrt, die Situation zu akzeptieren, damit ich Veränderung erleben kann. Ein Sinnbild dafür ist der Mann, der ständig mehr Geld ausgibt, als er hat. Erst wenn er einsieht, dass er ein Problem hat und bereit ist, ein realistisches Budget einzuhalten, wird sich seine Situation zum positiven verändern. Solange er zu sich sagt „Gott ist mein Versorger, ich muss nur glauben!“ wird er von Monat zu Monat tiefer in die Schulden sinken. So habe ich nach einigem Ringen diese Krankheit akzeptiert: Ich sehe sie als einen Begleiter, der für eine von Gott festgesetzte Zeit an meiner Seite ist. Es ist mein Kreuz, das ich zu tragen habe. Gott mutet mir das zu, er glaubt an mich! In dieser Zeit höre ich Jesus zu mir reden, er lehrt mich und schenkt mir Durchbrüche. Ich erlebe Segen und Freiheit, die ich als gesunder Mann nicht kannte.

„So, Gott, jetzt habe ich meine Lektion gelernt! Du darfst die Übung abbrechen.“ bete ich regelmässig. Denn bis anhin war mir klar, dass Gott Leid und Probleme zu unserem Besten für eine begrenzte Zeit zulassen kann. Nach dem Motto: „Nach der Krise bist du stärker!“ Aber was, wenn die Krise kein Ende nimmt? Die Ungewissheit, wie lange Gott mir das noch zumuten will, belastet mich immer wieder. Darum versuche ich, einen Tag nach dem anderen zu nehmen und zu vertrauen, dass Gott weiss, was er tut. Er ist noch nicht fertig mit diesem Kapitel und meine Veränderung geht weiter.

Schwach-Stark

„Krankheit? Kein Thema! Leid? Erledigt!“ So habe ich das Neue Testament gelesen. „Alle wurden sie geheilt, alle waren sie kraftvoll und gesund. Pausenlos haben die Apostel mit übernatürlicher Kraft für Gott gearbeitet.“ Für die Bibelstellen, die von Leid und Krankheit unter den Aposteln sprachen, hatte ich kein offenes Ohr. Und ja, es gibt eine Menge davon! Timotheus hatte ein schwaches Immunsystem (1. Timotheus 5,23), Epaphroditus (Philipper 2,26) war todkrank und auch Paulus schreibt auffällig oft von seiner körperlicher Schwäche, er hebt sie sogar als Teil von Gottes Plan hervor (1. Kor. 1;27). Die Gemeinde in Galatien lobt er dann auch dafür, wie sie damit umgegangen ist, als Paulus krank war: „… und obwohl meine Krankheit eine Bewährungsprobe für euren Glauben war, habt ihr mich weder verachtet noch abgewiesen.“ (Galater 4,14) Ja, unsere Beziehung zu Gott wird auf „Herz&Nieren“ geprüft, wenn einer unserer geistlichen Vorbilder erkrankt. Ich hörte mal jemanden sagen: „Vertraue nie einem Heilungsprediger, der eine Brille trägt!“ Aber Paulus beweist uns das Gegenteil! Nämlich, dass wir selbst nicht gesund und leistungsfähig sein müssen, um Gott dienen zu können. Unser Dienst wird durch unsere eigene Schwäche weder beeinträchtigt noch unglaubwürdig. Im Gegenteil: Er wird geheiligt! Wo unsere Möglichkeiten aufhören, beginnen Gottes. Sein Geist kann auch durch einen kranken Körper wirken. Um ein gängiges Missverständnis aus dem Weg zu räumen: Wenn Paulus von „Schwäche“ spricht, meint er körperliche – nicht charakterliche Schwäche! Seine Aussagen werden viel zu oft dafür missbraucht, unser eigenes unmoralisches Handeln zu rechtfertigen.

Leiden mit Vision

Es scheint, als müsste unser Leid einem höheren Zweck dienen. Während ich bis vor kurzem davon ausgegangen bin, dass sich alles Leid „weg beten“ oder überwinden lässt, weiss ich jetzt aus eigener Erfahrung, dass „denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen“. Ich sehe noch keine körperliche Heilung, dennoch arbeitet Gottes Geist in mir! Ich habe mich entschieden, dem Heiligen Geist nicht im Weg zu stehen. Ich will sein Werk an mir bewusst zulassen. Mit Freude beobachte ich, wie er mich immer mehr in den Reto verwandelt, der ihm ähnlich ist.

Die Worte von Gott an Paulus verstand ich nie wirklich. Sie haben mich nicht „getroffen“, denn ich habe mich selbst immer als stark erlebt. Aber jetzt, in dieser Zeit der Schwäche, finden diese Worte ihren Weg in mein Innerstes: „… Denn gerade wenn du schwach bist, wirkt meine Kraft ganz besonders an dir. Darum will ich vor allem auf meine Schwachheit stolz sein. Dann nämlich erweist sich die Kraft von Christus an mir.“ 2. Korinther 12:9 HFA

Was ich höre, kann ich glauben. Was ich erlebe, kann mich verändern.

Reto Kaltbrunner

CFS ist in meinem Fall ein effektives Werkzeug in Gottes Hand. Er lehrt mich, wie Er in meiner Schwachheit stark sein will.

Wenn Vorbilder weg brechen…

Per Zufall bin ich auf diesen Artikel im People Magazin gestossen:

zum Artikel

Diese News haben mich echt bewegt. Gleichzeitig erinnere ich mich daran, dass dies nicht das Ende von „Pastor“ Carl sein muss. Es bedeutet zwar das Ende seiner Zeit bei Hillsong. Aber sein Pastor, Brian Houston sagt treffend:

They (Carl and Laura Lentz) have a heart for people and we are confident that after a time of rest and restoration, God will use Carl in another way outside of Hillsong church.

Brian Houston

Mit anderen Worten: Es geht weiter! Gib nicht auf! Steh auf, bring dein Leben in Ordnung und mach dich ready, Gott wieder zu dienen! Ein solch zerbrochener Mensch, ist ein veränderter Mensch – ein geheiligter Sohn Gottes. Auch diese Krise ist ein Chance!

Die News um Carl Lentz erinnern mich an vier Dinge:

Beten wir für unsere geistlichen Leiter und Leiterinnen!

Paulus fordert die Christen mehrmals auf, für ihn und seine Mitstreiter zu beten.

Liebe Brüder und Schwestern, wir sind durch die Liebe des Heiligen Geistes miteinander verbunden. Deshalb bitte ich euch im Namen von Jesus Christus, unserem Herrn, inständig: Helft mir bei meinem Kampf, indem ihr für mich betet!

Römer 15,30

Weil auch wir Leiter und Leiterinnen den selben Versuchungen ausgesetzt sind wie du, brauchen wir dein Gebet!

Menschen bleiben menschlich.

Vorbilder sind wichtig. Und es lohnt sich, diese weise zu wählen!

Denkt an die Leiter eurer Gemeinden, die euch Gottes Botschaft weitersagten! Vergesst nicht, wie sie Gott bis zu ihrem Lebensende die Treue gehalten haben. Nehmt euch ihren Glauben zum Vorbild. Jesus Christus ist und bleibt derselbe, gestern, heute und für immer.

Hebräer 13,7

ABER: Sei dir immer bewusst, dass auch deine grössten Vorbilder Fehler machen! Wie verändert sich deine Beziehung zu Gott, wenn dein Pastor sich einen krassen Fehltritt erlaubt? Bitte, mach deinen Glauben nicht abhängig von deinen geistlichen Vorbildern. Sondern baue deinen Glauben auf Jesus Christus, das Gebet und dein persönliches Bibellesen!

„Es ist viel besser, beim Herrn Schutz zu suchen, als sich auf Menschen zu verlassen.“

Psalm 118,8

Hört endlich auf, euch auf Menschen zu verlassen! Sie vergehen wie ein Lufthauch. Was kann man schon von ihnen erwarten?

Jesaja 2,22

Lebe authentisch!

Solange wir leben, werden wir vom Teufel versucht. Jesus kennt jede Herausforderung und kann uns helfen.

Jede Versuchung ist eine Chance, sie zu überwinden und seinen eigenen Glauben zu stärken.

Jedes Scheitern ist eine Chance, in aller Demut zu Jesus umzukehren, zu bekennen und aus der Kraft der Gnade zu leben.

Wer eine Gemeinde leitet, darf mit seinem Leben keinen Anlass zur Klage geben, denn er trägt die Verantwortung für die Gemeinde Gottes. Darum darf er weder überheblich noch jähzornig oder gewalttätig sein, kein Trinker, und er soll nicht darauf aus sein, sich durch unehrliche Geschäfte zu bereichern.

Titus 1,7

Wir brauchen einander!

Ich brauche vertrauenswürdige Menschen in meinem Umfeld, …

  • denen ich meine Sünden bekennen kann, ohne dass sie mich verurteilen.
  • die für mich beten und mich ermutigen.
  • die mich so fest lieben, dass sie mir auch meine blinden Flecken aufzeigen.

Wer sind diese Menschen in deinem Leben?

Es ist nichts Neues, dass Vorbilder weg brechen. Und es wird wieder geschehen…

Von Christ zu Christ bitte ich dich: Bete für deine Leiter und Leiterinnen! Und von Pastor zu Pastor bitte ich dich: Lebe authentisch!

Gibt es ein lockeres Christen-Leben?

Wir leben in „crazy times“! Ja, auch ich hab’s noch erkannt…

Was vor wenigen Jahren noch eindeutig als falsch galt, ist heute gesellschaftlich (und z.T. auch in Kirchen) anerkannt. Lies die Tageszeitung, dann weisst du was ich meine. Wenn du es dann immer noch nicht verstehst, liegt es wahrscheinlich daran, dass du unseren Gott und sein Wort nicht gut genug kennst.

Das Evangelium (die gute Nachricht) war schon immer herausfordernd. Und das muss so sein! Denn: Wer die Herausforderung annimmt, erlebt Befreiung! Wenn wir die Botschaft des Evangeliums den Werten der Gesellschaft anpassen, verliert es seine Kraft. Es ist dann zu schwach, uns von unserer Schuld zu befreien – denn was Gott falsch nennt, nennt dieses „progressive“ Evangelium „richtig“. Und somit ist die Erlösung und das Evangelium von Jesus Christus hinfällig.

Damit wir auch im Jahr 2035 unsere christlichen Werte frei leben können, müssen wir jetzt unsere Stimmen erheben.

Vor einigen Jahren hast du dir beim Begriff „geistliche Kampfführung“ vielleicht noch die Stirn gerunzelt. Doch die Zeiten ändern sich rasant: Heute ist es offensichtlich, dass ein Kampf tobt. Die Fronten werden immer sichtbarer. Darum, nimm deine Position ein und …

  • „Steh auf!“ -> Liebe Gott mit all deiner Kraft. Und liebe deinen Nächsten wie dich selbst!
  • „Nimm dein Schwert!“ -> Studiere täglich Gottes Wort, die Bibel. Und bete zu Gott!
  • „Wähle deine Armee!“ -> Wer sind die Kämpfer an deiner Seite?
  • „Kämpfe!“ -> Sei bereit, für Jesus und seine Wahrheit einzustehen!
  • „Gib nicht auf, vertraue!“ -> Gott hält seine Versprechen!

Jesus sagt: „Alle Welt wird euch hassen, weil ihr euch zu mir bekennt. Aber wer bis zum Ende standhält, der wird gerettet.“

Markus 13,13

Das sage ich (Jesus) euch: „Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen.“

Lukas 12,8

Wo ziehst du die Grenze? Was ist in deinen Augen richtig und was ist falsch? Für welche Wahrheit setzt du dich ein? Gegen welche Lüge kämpfst du? Die Zeiten des lockeren Christen-Lebens sind definitiv vorbei. Willst du den Menschen oder willst du Gott gefallen?

‚Zum Schluss noch ein Wort an euch alle: Werdet stark, weil ihr mit dem Herrn verbunden seid! Lasst euch mit seiner Macht und Stärke erfüllen! Greift zu all den Waffen, die Gott für euch bereithält, zieht seine Rüstung an! Dann könnt ihr alle heimtückischen Anschläge des Teufels abwehren.‘ Epheser 6,10&11

5 Fragen an Christen in Verantwortung

Los gehts!

  1. Was ist mir wichtiger: Menschlicher Applaus oder göttliche Anerkennung?
  2. Bin ich bereit, wegen meinem Glauben Nachteile und Probleme zu ertragen?
  3. Habe ich eine lebendige und wachsende Beziehung zu Jesus?
  4. Wer sind meine geistlichen Eltern?
  5. Gibt es jemanden, den ich im Glauben stärken kann?

Welche dieser Fragen löst bei dir am meisten aus? Nimm dir Zeit und bitte den heiligen Geist, dass er dir einen NEXT STEP aufzeigen möge. Dann schreibe diesen nächsten Schritt in deinen Terminkalender.

„Your only limit is your mind“ – ich sehe das anders!

Nur weil etwas gut klingt, ist es nicht automatisch die Wahrheit!

Reto Kaltbrunner

JA, Gott ist grenzenlos. Wir Menschen sind es nicht! Gott hat uns Grenzen gesetzt. Sorry about.

NEW AGE sagt: „Du selbst bist Gott!“ Mit anderen Worten: „Du bist die höchste Autorität! Du bist unabhängig! Du brauchst keinen Gott! Du kannst alles aus eigener Kraft erreichen!“

JESUS sagt: „Vertraut euch meiner Leitung an und lernt von mir, denn ich gehe behutsam mit euch um und sehe auf niemanden herab. Wenn ihr das tut, dann findet ihr Ruhe für euer Leben.“ Matthäus 11,29

NEW AGE sagt: „The only limit is your mind!“ („Die einzige Grenze ist dein Verstand!“) Dieser Satz macht immer wieder auf Social Media die Runde. Er wird auch von Christen (und sogar Predigern) fleissig gepostet. Aber Achtung: Diese Irrlehre will uns von Gott trennen. Sie ist bekannt unter der Bezeichnung ‚Das Gesetz der Anziehung‘ (‚the law of attraction‘). Diese Aussage hat das Ziel, dass du dich von Gottes Herrschaft lossagst und die Dinge „selber in die Hand“ nimmst – ohne Gottes Willen zu suchen und ohne auf die Stimme des Heiligen Geistes zu hören.

JESUS sagt: „Mein Vater hat mir alle Macht gegeben. Nur der Vater kennt den Sohn. Und nur der Sohn kennt den Vater und jeder, dem der Sohn ihn offenbaren will.“ Matthäus 11,27

Als Christ ist mir klar: Alle Macht gehört Jesus. Nicht mir! Er hat das erste und das letzte Wort in meinem Leben. Ich beuge mich seinem Willen, auch wenn es unangenehm ist. Ich will so leben, wie es ihm gefällt, auch wenn es mit Leiden verbunden ist.

Sollen wir also passiv sein und dürfen keine Ziele haben? Natürlich sollen wir Ziele haben! Das hat z.B. Paulus gut verstanden:

„Wie gesagt, meine lieben Brüder und Schwestern, ich weiß genau: Noch bin ich nicht am Ziel angekommen. Aber eins steht fest: Ich will vergessen, was hinter mir liegt, und schaue nur noch auf das Ziel vor mir.“ Philipper 3,13

Was ist sein Ziel? Das wird hier deutlich:

„Wir dagegen haben unsere Heimat im Himmel. Von dort erwarten wir auch Jesus Christus, unseren Herrn und Retter. Dann wird er unseren hinfälligen, sterblichen Leib verwandeln und ihn dem herrlichen, unvergänglichen Leib gleich werden lassen, den er selbst nach seiner Auferstehung empfangen hat. Denn Christus hat die Macht, alles seiner Herrschaft zu unterwerfen.“ Philipper 3,20&21 Lies dazu auch 1.Korinther 9,23-27

Es gibt nur einen, der über allem steht. Gott. Er ist niemandem Rechenschaft schuldig. Er macht die Regeln. Er kennt den Weg, der voller Segen ist und zum ewigen Leben führt.

Wenn du ewiges Leben haben willst und Gottes Segen in allen deinen Umständen schon hier und jetzt erleben willst, gibts nur eins: Nimm Jesus ernst! Lerne ihn kennen. Lies seine Worte in der Bibel und wende sie an. Bitte ihn um Gnade und lass die Gnade der Motor sein, der dir Kraft gibt, so zu leben wie es Gott gefällt. Gott meint es gut mit dir – das hat er dir in Jesus bewiesen!

NEW AGE oder JESUS? Entscheide dich!

„Jesus liebt dich. Punkt.“

Dieser Satz ist richtig. Und er ist wichtig.

Aber: Er zeigt nur die eine Seite der Münze!

Die Aussage im Titel ist nur die halbe Wahrheit. Nur das halbe Evangelium! Es reicht nicht, zu wissen, dass Jesus mich liebt… WARUM? Das Bewusstsein, dass Jesus mich liebt, rettet mich nicht.

Die andere Hälfte der Wahrheit, die andere Seite der Münze ist: „Wir alle sind Sünder“. Wir alle brauchen Erlösung! Jesus ist der einzige Erlöser.

Das ganze Evangelium lautet so: Wir alle sind getrennt von Gott, weil wir Sünder sind. Gott liebt uns so sehr, dass er seinen Sohn gegeben hat. Jesus ist für unsere Sünden gestorben und er ist auferstanden. Allen, die an ihn glauben, gibt er das Recht, Kinder Gottes zu sein. (Siehe Römer 3,12 / Kolosser 2,13 / Römer 8,3 / Matthäus 28,6 / Johannes 1,12)

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Dem „halben Evangelium“ fehlt die erlösende Kraft… Es führt sogar dazu, dass wir Sünde nicht mehr beim Namen nennen. Die Schlussfolgerung kann diese sein: ‚Wenn Gott mich liebt (mit meiner Sünde, mit meinem weltlichen Lebensstil), braucht es keine Sündenvergebung, ich muss mich nicht ändern. Ich kann einfach so weitermachen wie bisher.‘

Aber Jesus hat das Problem „Sünde“ nicht einfach in Luft aufgelöst:

Jesus sagt: „Meint nur nicht, ich sei gekommen, das Gesetz und die Worte der Propheten aufzuheben. Nein, ich will sie nicht aufheben, sondern voll zur Geltung bringen!“

Matthäus 5,17

Jesus hat das Gesetz nicht aufgehoben. Er hat es erfüllt!

Wenn wir leben als gäbe es keine Sünde, machen wir Jesus zum Lügner!

Wenn wir behaupten, sündlos zu sein, betrügen wir uns selbst. Dann lebt die Wahrheit nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, dann erweist sich Gott als treu und gerecht: Er wird unsere Sünden vergeben und uns von allem Bösen reinigen. Doch wenn wir behaupten, wir hätten gar nicht gesündigt, dann machen wir Gott zum Lügner und zeigen damit nur, dass seine Botschaft in uns keinen Raum hat.

1. Johannes 1,8-10


Die wenigsten glauben oder erzählen bewusst nur das „halbe Evangelium“. Darum ermutige ich dich, BEWUSST das ganze Evangelium zu glauben, und das ganze Evangelium zu erzählen!

Jesus hörte das und antwortete: »Die Gesunden brauchen keinen Arzt, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, um Sünder in die Gemeinschaft mit Gott zu rufen, und nicht solche, die sich sowieso für gut genug halten.«

Markus 2,17

Bete zu Jesus. Er vergibt dir deine Fehler. Er liebt dich!

Alt+1

Ich hatte wiedermal Geburtstag.

Meine Neffen nennen mich jetzt „alt+1“ … fühlen tue ich mich sogar „alt im Quadrat“… ich will mich nicht beklagen; ich liebe mein Leben, trotz allem! Ich liebe Gott, meine Frau, meine 4 Söhne, meine Berufung, die Ostschweiz – ich liebe es!

Aber ganz klar war dieses Lebensjahr das wahrscheinlich herausfordernste! Nicht wegen der 41, die ich jetzt trage. Sondern, dass ich jetzt (nach 18-monatiger Unsicherheit, was meine Gesundheit betrifft) eine Diagnose habe. Mit CFS habe ich nicht gerechnet!

Ich bin bereit, mich Gottes starker Hand zu beugen – denn ich weiss, er wird mich zu seiner Zeit wieder aufrichten! Ich bin nicht bereit, mich der Krankheit zu beugen! Täglich beten wir für Heilung, und mit uns ein Heer hingegebener Beterinnen und Beter. Ich nehme Vitalstoffe und Medikamente. Und ich verzichte auf gewisse Lebensmittel (eigentlich auf ziemlich alles, was Spass macht). 

Ich bin Gott dankbar, dass es mir jetzt deutlich besser geht als noch im Februar! Und ich danke allen, die mich und meine Familie im Gebet, mit Worten, Segenswünschen und praktischer Hilfe unterstützen!

Weil ich weiss, dass Gott seine Zusagen hält, bin ich voller Hoffnung! Ich glaube, dass das Beste noch vor mir liegt, weil Jesus der Weg, die Wahrheit und das Leben ist!

„… und ich werde euch so viel Gutes erweisen wie nie zuvor. Daran sollt ihr erkennen, dass ich der Herr bin.“‭‭

Hesekiel‬ ‭36:11‬ ‭HFA ‬‬https://www.bible.com/bible/73/ezk.36.11.hfa

Gesundheit ist nicht alles.

„Gesundheit ist wichtig, aber Gesundheit ist nicht alles.“

Reto Kaltbrunner

Dieser Fact wurde mir dieses Jahr bewusst, als bei mir eine chronische Krankheit diagnostiziert wurde. Warum ich Gott nicht anklage? Warum ich nicht weniger glücklich bin als in gesunden Zeiten? Warum ich auch jetzt voller Erwartung und Hoffnung auf Heilung bin? Nimm dir 20 Minuten Zeit und schau meine Statements dazu:

Mein Umgang mit Krankheit und Leiden

Pfingsten?

Pfingsten macht den Unterschied!

An Pfingsten hat der Gott der Bibel gezeigt, dass er anders ist: Gott ist nicht passiv zuschauend, auf den Zahltag wartend.

Er ist …

  • initiativ
  • mitgestaltend
  • Türen öffnend (oder schliessend)
  • ratgebend
  • und so viel mehr!

Jesus ist aufgefahren,

der Tröster abgefahren.

Oder besser: ‚eingefahren‘.

„Jesus wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.“

Matthäus 3,11

Sein Geist lebt in uns, wir sind sein Tempel. 

Pfingsten = Nähe und Verbundenheit mit Gott im Himmel.