Blog-Review 2011
Ein New York City U-Bahnzug faßt 1,200 Menschen. Dieses Blog wurde in 2011 etwa 4.900 mal besucht. Um die gleiche Anzahl von Personen mit einem New York City U-Bahnzug zu befördern wären etwa 4 Fahrten nötig.
Meine 5 meistgelesenen Beiträge vom Jahr 2011:
- Medienbericht vom 18.April 2011
- Wir reisen nach Albanien!
- Bitterkeit gehört nicht in dein Herz!
- Jeremia, mein erfolgloses Vorbild
- JESUS ON AIR Gott spricht zu dir!
Danke fürs verbeischauen!
Reto
Mein Jahr 2011
Wer nicht zurückblickt, hat viele Gründe zur Sorge und findet wenige zur Dankbarkeit.
Wenn wir mitten in unserem Daily-Business sind, sehen wir meistens was nicht so gut läuft. Was wir nicht haben. Was andere besser können. Wo wir versagt haben.
Es ist ein Schlüssel zum Herzen Gottes, wenn wir zurückblicken und die Dinge in unseren Leben suchen, die sich positiv ausgewirkt haben! Die Dinge, die gut gelaufen sind. Erfolge. Auch Niederlagen können ein Gewinn sein: Oft erkennen wir erst später, dass unsere Vision stärker geworden ist durch die Wartezeit. Dass unsere Liebe zu Gott tiefer geworden ist durch unsere Versuchungen. Dass unsere Freundschaft zu Menschen beständiger geworden ist durch Verletzungen.
Darum ist es wichtig, ab und zu eine Pause zu machen und einen Blick über die Schulter zu werfen. Denn mit unserem Dank, der aus tiefstem Herzen kommt, ehren wir Gott!
„Dank ist das Opfer, das ich von dir erwarte; …“ Psalm 50;14
In diesem Jahr bin ich unter anderem Dankbar für:
- Meine Familienferien wo ich auftanken und wir als Family zusammenwachsen konnten
- Meine inspirierende USA-Reise mit Leo Bigger und anderen Freunden
- Meine Freunde, die mich trotz meinen Macken lieben
- Die Weiterbildung mit vielen genialen ICF’lern im ICF Mittelland (Golden Celebration Training)
- Den Albanien-Trip, als wir in Tirana ein neues ICF gegründet haben
- Dass sich dieses ICF schon verzehnfacht hat
- Für die vielen leidenschaftlichen Mitarbeiter im ICF
- Für die Gemeinschaft im ICF (Camps, Praydays, Smallgroupleaders-Meetings, Regionen-Partys, …)
- Für die 5 Ehepaare, die meine Frau und ich getraut haben
- Für die 13 Personen, die sich durch die Taufe in unserer Gemeinde öffentlich für Jesus positioniert haben
- Den ICF Kongress im zürcher Hallenstadion (THE BIG15)
- Für das Männerweekend, „MENs WORLD“
- Und natürlich für 52 lebensverändernde Sonntage
THANK YOU JESUS!
Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Wann soll ich die Weiterbildung beginnen? Wann sollen wir eine Familie gründen? Wann sollen wir in die Ferien gehen? Es gibt bei allen Entscheidungen viele verschiedene Varianten und noch mehr Gründe, warum so oder doch anders!
„Die Weiterbildung könnte ich jetzt machen, da ich noch keine feste Beziehung habe. Oder soll ich sie doch später machen, damit ich jetzt noch Geld sparen kann??“
„Eigentlich wünschen wir uns jetzt schon Kinder! Wir könnten aber auch noch warten, damit wir unsere Ehe noch festigen können, bevor wir eine Familie gründen!?“
„Sollen wir im Frühling ins Tessin in die Ferien fahren oder womöglich besser im Herbst nach Spanien? Was, wenn’s regnet?!“
WANN ist bloss der richtige Zeitpunkt???

Ich bin noch nicht alt, aber mindestens eine Erkenntnis hatte ich bereits: Der richtige Zeitpunkt ist…. NIE! Und doch IMMER! Ich weiss; diese Aussage ist tief!
Der richtige Zeitpunkt ist dann, wenn die (in meinen Augen) positiven Dinge überwiegen. Auch wenn diese Entscheidung viele angsteinflössende, negative Konsequenzen haben könnte! Es ist besser jetzt den Zeitpunkt zu bestimmen und einen Fehler zu machen, als später zurück zu schauen und zu begreifen, dass der größte Fehler war, keinen Zeitpunkt festzusetzen!
Sei mutig und lege einen Zeitpunkt fest! Tu es Auge in Auge mit den möglichen Gefahren! Mach’s im vollen Bewusstsein dessen, was alles schief gehen könnte! Denn wenn es tatsächlich schief gehen würde, bist du vorbereitet und kannst mit der Niederlage umgehen und aus ihr lernen.
Eine der größten Gefahren in unseren Leben ist die Unentschlossenheit! Sie hat das Potenzial, uns von den Erfolgen abzuhalten, die Gott mit uns feiern will. Und sie hat die Kraft, uns die Lehren zu rauben, die Gott uns durch Niederlagen und Fehler beibringen will!
„Ja, ich sage es noch einmal: Sei mutig und entschlossen! Lass dich nicht einschüchtern, und hab keine Angst! Denn ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst.“ Josua 1,9
So nah, und doch so weit weg
Als Kind gehörte für mich der Kirchenbesuch am Sonntag zum Wochenprogramm. Meine Eltern haben die Kirche besucht, also habe ich die Kirche besucht. Meine Eltern haben vor dem Essen gebetet, also habe ich vor dem Essen gebetet. Meine Eltern haben gesagt, dass lügen schlecht sei, also wollte ich nicht lügen. Meine Eltern hatten einen Glauben, also hatte ich einen Glauben. Ich glaubte, was sie glaubten. Mann kann es „übernehmen“ nennen. Oder „kopieren„.
Viele Menschen sind wie ich in christlichen Familien aufgewachsen, mindestens in einem christlichen Umfeld. Geprägt von christlichen Werten, umgeben von biblischen Geschichten. Inmitten von Menschen, die sich Christen nannten oder es auch tatsächlich waren.
Irgendwann kommt der Punkt der Entscheidung. In jedem Leben. Im Bezug auf jedes Thema. Wieso lebe ich so, wie meine Eltern es für richtig halten? Soll ihr Glaube weiterhin mein Glaube sein? Was ist der Sinn bei all diesen christlichen Dingen?
Auf einmal merke ich, wie nah der Glaube um mich herum ist – aber doch scheint Gott so weit weg! Ich realisiere, dass der Glaube zwar hier ist, aber nicht IN mir…!
Das ist der Punkt der Entscheidung. Hier muss ich eine Entscheidung treffen! Ich will das ändern! Ich will meinen eigenen Glauben bekommen! Ich hinterfrage Dinge, die ich einfach so übernommen habe und ich suche in der Bibel nach Antworten! Ich diskutiere mit Menschen, die schon viele Erlebnisse mit Gott gemacht haben. Ich beginne zu beten. Ich beginne, Gott zu fragen. Ich lerne seine Stimme kennen. Ich erlebe, dass Gott auch persönlich zu mir sprechen will. Dass er an mir interessiert ist. An meinem Herz.
Jetzt wird es mein Glaube! Meine Beziehung zu Jesus! Jetzt erlebe ich Gott persönlich! Jetzt ist Jesus mir nah UND in mir drin!
Eltern und andere Christen sind wichtig, damit wir den Weg kennen lernen. Aber gehen müssen wir ihn selbst!
Hast du dich schon entschieden?
Freunde sind Segen!
Ich habe von einem Mann gelesen, dessen Familie in die USA eingewandert ist. Sie waren alle sehr arm und keiner von ihnen und ihren Vorfahren konnte jemals etwas aus ihren Leben machen. Es war wie ein Fluch. Dieser Mann allerdings hatte eine andere Gesinnung; Er liebte Gott und wollte anderen Menschen helfen. So betete er, dass Gott ihm beisteht.
Eines Tages hat ihm jemand von einer freien Stelle erzählt, wo er medizinische Ausrüstungen reinigen sollte. Nach dem Vorstellungsgespräch, wurde er eingestellt! Ab und zu hatte er Gelegenheit, den Medizinern bei ihrer Arbeit zuzusehen. Er hat ganz genau beobachtet, wie sie ihre Ausrüstung einsetzten. Als die Stelle eines solchen Medizintechnikers frei geworden ist, hat ihm sein Chef diese angeboten. Denn ihm war bewusst, dass dieser Mann ein grosses Interesse und eine ebensolche Leidenschaft hatte.
Ein paar Jahre Später konnte er sogar die Stelle des Chef-Technikers übernehmen, als dieser den Spital verlassen hat. Nach einigen Jahren begann er davon zu träumen, eine eigene Firma aufzubauen, die solche Medizinische Ausrüstungen vermieten würde. Das einzige was ihm fehlte, war Geld…
Beim Basketball spielen lernte er einen Mann kennen und sie wurden Freunde. Diesem (er war Banker) erzählte er von seinem Traum der eigenen Firma. Er war begeistert! Er hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um seinem Freund das benötigte Geld zur Verfügung zu stellen. Heute leitet dieser Mann eine Firma, die zu den Marktführern in ihrem Bereich gehört!
Was hat er getan? Er hat gebetet und ist mutig den Weg gegangen, den Gott für ihn vorbereitet hat. Er hat zur richtigen Zeit, die richtigen Menschen kennen gelernt. Er hat Gottes Führung ernst genommen.
Durch das Leben dieses Mannes wird mir klar, wie wichtig und kraftvoll unsere Beziehungen sind. Sieht du wie gross der Segen sein kann, der von Freundschaften mit anderen Christen ausgeht? Was wäre, wenn er den Freund nicht gekannt hätte, der ihm von der freien Stelle erzählt hat? Was, wenn er den Banker nicht kennen gelernt hätte?
Freundschaften bedeuten Segen. Gott möchte segnen! Durch dich und mich!





